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Verringert die höhere Wahlbeteiligung, die wir seit zwei Jahren bei Landtagswahlen beobachten, die soziale Ungleichheit beim Wählen? Dieser Frage bin ich in einem aktuellen Beitrag für die ZEIT nachgegangen, indem ich mir die Wahlbeteiligungsunterschiede in Kölner Stadtteilen angeschaut habe. Zwar haben am 14. Mai fast überall mehr Menschen gewählt, aber die Beteiligungsunterschiede sind dadurch nicht geringer geworden – sie sind sogar leicht gestiegen. Zwischen dem Stadtteil mit der höchsten und mit der niedigsten Wahlbeteiligung liegen 50 Prozentpunkte. Die Aggregatdaten liefern auch keinen Hinweis darauf, dass die AfD besonders erfolgreich Nichtwählerinnen und Nichtwähler mobilisiert hat. Denn wo die Wahlbeteiligung besonders deutlich gestiegen ist, hat sie eher unterdurchschnittliche Ergebnisse erzielt.

17.5.2107