Nichtwahl als Gewohnheit?

Bei der Gründungstagung des Mainzer Zentrums für empirsche Demokratieforschung habe ich zum Thema „Was Hänschen nicht lernt. Wenn Nichtwählen zur Gewohnheit wird“ vorgetragen. In diesem Vortrag, der auf gemeinsamen Arbeiten mit Sigrid Roßteutscher beruht, zeige ich, dass gerade unter den Erstwählerinnen und Erstwählern die Wahlteilnahme sozial sehr ungleich verteilt ist. Da die Beteiligung an Wahlen – und der Verzicht darauf – früh zu einer Gewohnheit wird, steht zu beführchten, dass die Unterschiede in Zukunft noch größer werden, da die Wahlbeteiligung der heute Älteren nicht nur insgesamt höher, sondern auch weniger ungleich ist.

10.5.2017