Zwei Neuerscheinungen

Im Oktober sind zwei Aufsätzen von mir erschienen, die eng miteinander zusammenhängen. In „Nichtwählerinnen und Nichtwähler in Deutschland“ fasse ich empirische Ergebnisse zur sozialen Ungleichheit der individuellen Wahlbeteiligung zusammen. Im PVS-Aufsatz „Asymmetrische Mobilisierung: Wahlkampf und ungleiche Wahlbeteiligung“, den ich gemeinsam mit Sigird Roßteutscher verfasst habe, diskutieren wir eine mögliche Erklärung der ungleichen Wahlbeteiligung. Wir untersuchen am Beispiel Frankfurts, in welchen Stadtteilen die Parteien bei der Bundestagswahl 2013 im Wahlkampf besonders aktiv waren. Dabei zeigt sich, dass die Parteien ihren Wahlkampf auf eigene Hochburgen und Stadtteilen mit höherer Wahlbeteiligung konzentrieren. Nur für die SPD zeigt sich kein klares Muster. Ihre Wahlkampfaktivitäten scheinen vor allem durch die Stärke der Ortsvereine bestimmt zu sein. Weder die Untersuchung von Individual- noch die von Aggregatdaten legen nahe, dass die Parteien verstärkt versuchen, Nichtwählerinnen und Nichtwähler zu mobilisieren.

11. Oktober 2016